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Wandern ohne Geld PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Holger Kimmerle   
Mittwoch, 27. Oktober 2010 um 14:33 Uhr

Zu meiner Person:
Jörg Kaupp

Sportlehrer, angehender Erlebnispädagoge

seit knapp 10 Jahren an der ASS

 

Namen der beteiligten Schüler:

Klasse 8: Enrico, Deniz, Sergen

Klasse 9: Hans, Stephen

 

Mit 5 Schülern der Klassen 8 und 9 von der Alice-Salomon-Schule und meinem Kollegen Amin Hermes starteten wir am Mittwoch den 21.07.2010 um 7.00 Uhr an der Harmonie, um uns pünktlich um 08.00 Uhr von unserem Zivi Sebastian an unsere erste Arbeitstelle fahren zu lassen, dem Eduard-Knoll Wohnzentrum für Menschen mit Behinderung in Krautheim.Eduard-Knoll Wohnzentrum - Sergen beim Würfelspiel mit Bewohnern

Dort unterstützten wir die Pflegekräfte beim Verabreichen des Frühstücks und der anschließenden Freizeitgestaltung und Ergotherapie der Bewohner: Tischtennis, Kartenspiele, Würfel- und Wurfspiele, Schach oder auch nur eine lockere Unterhaltung. Die Jungs machten ihre Sache vorbildlich und hatten sichtlich Spaß an ihrer Aufgaben. Als Lohn und Dank durften wir am zufällig an diesem Tag stattfindenden Einrichtungsgrillfest teilnehmen und erhielten für den weiteren Weg ein Lunchpaket mit Vesper, Getränke und Grillgut für den Abend mit auf den Weg. Aus dem Wandern wurde wegen der heißen Temperaturen dann aber Kanufahren.



Von Krautheim ging es ca. 12 km auf der Jagst nach Schöntal-Westernhausen, wo wir auf einem Grillplatz 1 km außerhalb des Ortes unsere Zelte aufschlagen konnten. Dieser wurde uns vom Westernhäuser Ortsvorsteher Arnold Ostertag dankenswerter Weise unentgeltlich zur Benutzung überlassen. Am nächsten Morgen wurde uns das Frühstück von der Kollegin Birgit Tesar nach Westernhausen geliefert, ihr hatten wir zuvor das Auto innen und außen gründlich gereinigt, das Benzingeld bekam sie von unseren späteren Einnahmen erstattet. Nach dem Frühstück kam unsere nächste Arbeitsstelle, die Blechverarbeitungsfirma Thomeier in Westernhausen. Dort bekamen wir zuerst einmal von Betriebsleiter Ditmar Walla eine ausführliche und sehr interessante Betriebsführung und anschließend ging es zum Arbeiten an verschiedene Arbeitsplätze im Betrieb. Die Entlohnung hierfür waren ein gutes Mittagessen und etwas Bargeld von Firmeninhaber Michael Thomeier.  

Als Nächstes kam ein Fußmarsch in  ca. 11 km entfernte Jagsthausen, Kanufahren war aufgrund der Wasserstandes auf der Jagst nicht mehr erlaubt. Nach etwa 3 Stunden kamen wir in Jagsthausen an, wo wir im Sportheim des SV Jagsthausen übernachten konnten. Dafür machten sich die Schüler bei einem am Abend stattfindenden Fußballspiel des SV Berlichingen/Jagsthausen als Linienrichter und Bälle-aus-der-Jagst-Holer nützlich. Am Abend wurde das am Morgen verdiente Geld in Pizza und Apfelschorle angelegt. Am dritten Tag dann der letzte Arbeitseinsatz bei der Gemeinde Jagsthausen: Bürgermeister Roland Halter und Bauhofleiter Weißmann ermöglichten uns einen Arbeitseinsatz an der Laufbahn am Sportplatz, die von wucherndem Gras und Pflanzenbewuchs befreit werden musste. Auch hierfür gab es etwas Bargeld, das gleich beim Mittagessen wieder im Schmiedeeck in Jagsthausen „verbrasst“ wurde.

Am Nachmittag holte uns Zivi Sebastian wieder ab und brachte uns zufrieden und abgekämpft wieder nach Heilbronn zurück.

 

Pädagogische Ziele dieser Aktion.

-         die Erfahrung erleben, dass sich Leistung und Arbeiten lohnen und zufrieden machen;

-         Die Erfahrung machen, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in gleicher Weise zurückkommen;

-         Teamarbeit und Kooperation;

-         Situationen und Einblicke in das Leben von Menschen mit Behinderung erleben und damit auch Ängste und Vorurteile überwinden und Verständnis gewinnen;

-         verschieden Berufsbereiche praktisch kennen lernen;

-         Naturerlebnisse durch Paddeln, Wandern und Übernachten im Freien.

 

Jörg Kaupp

Heilbronn , im August 2010

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 18. November 2010 um 13:48 Uhr
 


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